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Schongau. Pünktlich erschien auch die Herbstsonne am Set der Dreharbeiten: Bei der Hirschvogel Komponenten GmbH Schongau wurde Anfang September ein Unternehmensporträt für die Reihe „In der Welt erfolgreich, in Bayern daheim“ des SAT1-Bayernjournals aufgenommen. Ausgestrahlt wird es am 4. Oktober zwischen 17:30 und 18:30 Uhr. „Nein, nicht schon wieder zur Tür heraus,“ seufzt die SAT1-Redakteurin Barbara Gensch. Sie braucht eine Szene, die auf das Interview mit Dr. Manfred Hirschvogel hinführt, und die gängigen Aufnahmen - Gespräch, Hereinkommen oder Hinausgehen – möchte sie dieses Mal nicht haben. Stattdessen schlendert der Vorsitzende der Geschäftsführung der Hirschvogel Umformtechnik GmbH locker an den Werkshallen vorbei, immer parallel zur Kamera. Getreu dem Motto der Fernsehreihe „In der Welt erfolgreich, in Bayern daheim“ wird Hirschvogel als weltoffenes, global aktives Unternehmen porträtiert. Dies führt auch Dr. Hirschvogel in seinem Interview aus. Die Hirschvogel Automotive Group ist auf drei Kontinenten mit eigenen Werken vertreten und liefert an Automobilhersteller und –zulieferer in der ganzen Welt. „Gleichzeitig arbeiten aber auch hier in Schongau Menschen aus ganz Deutschland, aus zahlreichen europäischen Ländern und sogar aus Afrika,“ erläutert Harro Wörner, Geschäftsführer der Hirschvogel Komponenten GmbH. Deshalb wird in dem Firmenporträt auch Filipe Como einen Auftritt haben: Er stammt aus Mosambik und kam über Berlin nach Schongau. Der 48-Jährige ist der Arbeit nachgezogen und hat sich in Bayern gut eingelebt: „Ich kenne die Schwierigkeiten, die Menschen anderer Hautfarbe haben können – meistens ignoriere ich sie aber einfach,“ so seine Einstellung. Bei Hirschvogel setzt man gerade auf die ausländischen Mitarbeiter: Dr. Jin Hong Li beispielsweise erzählt im SAT1-Interview, was ihn gereizt hat, bei dem mittelständischen Familienunternehmen zu arbeiten. Dr. Li wird derzeit in Deutschland darauf vorbereitet, das chinesische Tochterwerk von Hirschvogel in Pinghu in der Nähe von Shanghai zu leiten. Neben den Mitarbeitern und den Chefs sind es allerdings die Fertigungsanlagen, die in dem am Ende etwa sechsminütigen Film über Hirschvogel eine wichtige Rolle spielen. So wandert das dreiköpfige Drehteam von einem Roboter-Arbeitsplatz zur Prüfstraße, in der die Mitnehmerflanschnabe für BMW kontrolliert wird. Weitere Stationen sind die Drehmaschinen, die die Exzenterwelle bearbeiten – und ganz wichtig, die Prüfstationen, in der die Bauteile im Nanometer-Bereich nachgemessen werden. Ebenso stolz präsentiert Geschäftsführer Harro Wörner aber auch die „Grüne Ecke“ des Schongauer Werks: Mitten in der Produktionshalle wurde mit Pflanzen, Stehtischen und Getränkeautomaten eine ruhige Zone geschaffen, in der die Mitarbeiter eine Pause machen, sich über aktuelle Projekte austauschen oder auch einfach nur einen Schluck zu trinken holen können. Harro Wörner nutzt das Fernsehinterview, um für Schongau zu werben, denn das Hirschvogel-Werk will in den nächsten Jahren weiter wachsen. Mit dem Bau der Halle 5, der demnächst begonnen wird, sind auch rund 120 neue Arbeitsplätze zu besetzen. Neben den guten Arbeitsbedingungen und den Aufstiegschancen in dem dynamischen Unternehmen zeigt das SAT1-Firmenporträt noch ein Argument, das manchen Flachländer in den Pfaffenwinkel ziehen könnte: Am Schluss des Films schwenkt die Kamera über die nahen Alpen auf die Gebäude der Hirschvogel Komponenten GmbH – und das im schönsten Sonnenschein. Bildunterschrift: hirschvogel-sat1-hirschvogel.jpg: Im herbstlichen Sonnenschein wurde Dr. Manfred Hirschvogel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hirschvogel Umformtechnik GmbH (links), vom Team des SAT1-Bayernjournals interviewt. hirschvogel-sat1-woerner.jpg: Harro Wörner, Geschäftsführer der Hirschvogel Komponenten GmbH in Schongau (rechts) im Interview mit SAT1-Redakteurin Barbara Gensch (links) Die Hirschvogel Automotive Group Die Hirschvogel Automotive Group zählt zu den erfolgreichsten Herstellern von massivumgeformten Bauteilen aus Stahl und Aluminium. Nahezu 3.000 Mitarbeiter stellen in sechs Werken weltweit Umformteile und Komponenten für die Automobilindustrie und ihre Systemlieferanten her. Der konsolidierte Jahresumsatz 2007 lag bei 525 Mio. Euro bei einem Ausstoß von 210.000 Tonnen Umformteilen. Das Hauptwerk der Hirschvogel Automotive Group, die Hirschvogel Umformtechnik GmbH in Denklingen, fertigt mit rund 1.700 Mitarbeitern jährlich etwa 160.000 Tonnen Schmiede- und Fließpressteile aus Stahl. In Deutschland gibt es drei Tochterwerke: in Marksuhl bei Eisenach die Hirschvogel Aluminium GmbH, die anspruchsvolle Fahrwerkskomponenten aus hochwertigen Aluminium-Werkstoffen herstellt. In Marksuhl produziert auch eine weitere Stahlschmiede, die Hirschvogel Eisenach GmbH. In Schongau verarbeitet die Hirschvogel Komponenten GmbH mit nahezu 600 Mitarbeitern die Stahl- und Aluminium-Umformteile zu einbaufertigen Komponenten. Daneben ist die Gruppe in den USA aktiv: In Columbus/Ohio fertigt die Hirschvogel Incorporated Warm- und Kaltfließpressteile sowie einbaufertige Komponenten für den amerikanischen Markt. Vor drei Jahren wurde in Pinghu in der Nähe von Shanghai die Hirschvogel Automotive Components gegründet: Hier werden neben Umformteilen Fertigteile für die chinesische Automobilindustrie hergestellt. Darüber hinaus hält die Hirschvogel Umformtechnik GmbH eine Beteiligung von 49 % an dem brasilianischen Umformtechnik-Unternehmen MAHLE HIRSCHVOGEL FORJAS S.A., um das Hirschvogel-Know-how für den südamerikanischen Markt einzusetzen. |