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Pressemitteilung

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Ein Stück vom Unternehmenserfolg: Mitarbeiterbeteiligung bei Hirschvogel

Denklingen. Die Mitarbeiterbeteiligung bei den deutschen Werken der Hirschvogel Automotive Group geht in diesem Jahr in die dritte Runde: Waren zunächst nur Führungskräfte zur Zeichnung einer stillen Beteiligung berechtigt, haben im vergangenen Jahr schon rund 30 Prozent aller Mitarbeiter von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Sie zahlen für das Basisangebot von drei Anteilen 165 Euro, 135 Euro legt das Unternehmen noch drauf. Die „Unternehmer im Unternehmen“ können mit einer Rendite von bis zu maximal 10 Prozent rechnen.
Für Josef X. Baumeister, Geschäftsführer der Hirschvogel Mitarbeiterbeteiligung GmbH, ist das Angebot an die Hirschvogel-Beschäftigten sowohl eine Chance, sich aktiv am Unternehmen zu beteiligen, als auch eine Möglichkeit zum langfristigen Vermögensaufbau. „Denn der Gewinn verdoppelt sich ja noch, wenn man bedenkt, dass der Mitarbeiter nur ungefähr die Hälfte für seinen Anteil bezahlt.“ Untersuchungen in Deutschland und in einigen Nachbarländern hätten ergeben, so Baumeister, dass Unternehmen mit Mitarbeiterbeteiligung erfolgreicher seien als solche, in denen dieses Instrument zur Personalbindung fehlt. Zeichnungsberechtigt sind alle Mitarbeiter des Unternehmens mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag, die seit mindestens sechs Monaten bei Hirschvogel beschäftigt sind, sowie Bezieher einer Betriebsrente. Die Beteiligung läuft jeweils sechs Jahre und kann von beiden Seiten bei wichtigen Gründen gekündigt werden.
Aus der Führungsmannschaft der Hirschvogel Automotive Group haben bereits rund zwei Drittel von diesem Angebot Gebrauch gemacht und im Durchschnitt etwa 3.000 Euro pro Kopf angelegt. Die übrigen Mitarbeiter der Unternehmensgruppe haben seit letztem Jahr die Möglichkeit, sich an „ihrer“ Firma zu beteiligen. Sie haben bislang etwa 700 Anteilsscheine erworben.
„Im Gegensatz zu Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, die es bei Hirschvogel natürlich auch gibt, ist die Mitarbeiterbeteiligung nicht an das Gehalt gekoppelt,“ erläutert Baumeister, der das Konzept entwickelt hat, um der ohnehin schon hohen Identifikation der Hirschvogel-Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen einen finanziellen Ausdruck zu verleihen. Immerhin lag die Umsatzrendite vor Steuern, auf deren Grundlage der Anteilsertrag errechnet wird, bei der Hirschvogel Automotive Group seit dem Jahr 2002 immer zwischen vier und sieben Prozent. Dieser Ertrag ist nach oben auf zehn Prozent limitiert, eventuelle Verluste werden mit zukünftigen Gewinnen verrechnet.
Durch die Mitarbeiterbeteiligung wird der Hirschvogel-Beschäftigte zum stillen Gesellschafter der Hirschvogel Mitarbeiterbeteiligung GmbH, die wiederum stiller Gesellschafter der Hirschvogel Umformtechnik GmbH ist. Maximal 20.000 Euro kann der Einzelne so in das Unternehmen investieren – „und da gab es etliche, die das bereits gemacht haben,“ verrät Baumeister.
Das Unternehmen selbst hat keinen finanziellen Nutzen aus der Mitarbeiterbeteiligung. Bei Hirschvogel sieht man das Angebot für den Mitarbeiter als eine echte Alternative zu Finanzinvestitionen, die in der aktuellen Situation oftmals unsicher erscheinen. „Warum sollte ich nicht in eine Firma investieren, die ich als Mitarbeiter in- und auswendig kenne, statt in eine anonyme Aktiengesellschaft, deren Erfolg ich überhaupt nicht beeinflussen kann,“ formuliert es Josef X. Baumeister.
Für Dr. Manfred Hirschvogel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hirschvogel Umformtechnik GmbH, ist die Mitarbeiterbeteiligung ein Beitrag, um die Motivation und Einsatzbereitschaft im Unternehmen zu belohnen: „Unser Ziel ist es, mehr Raum für Mitverantwortung und Unternehmertum zu schaffen und alle Mitarbeiter demokratisch am wirtschaftlichen Erfolg unserer zukunftsträchtigen Hirschvogel Automotive Group zu beteiligen.“
Die Zeichnung der Mitarbeiteranteile der neuen Tranche läuft bei Hirschvogel in diesen Tagen an. Die Zeichnungsfrist endet am 30. November 2008.

Die Hirschvogel Automotive Group

Die Hirschvogel Automotive Group zählt zu den erfolgreichsten Herstellern von massivumgeformten Bauteilen aus Stahl und Aluminium. Nahezu 3.000 Mitarbeiter stellen in sechs Werken weltweit Umformteile und Komponenten für die Automobilindustrie und ihre Systemlieferanten her. Der konsolidierte Jahresumsatz 2007 lag bei 525 Mio. Euro bei einem Ausstoß von 210.000 Tonnen Umformteilen.

Das Hauptwerk der Hirschvogel Automotive Group, die Hirschvogel Umformtechnik GmbH in Denklingen, fertigt mit rund 1.700 Mitarbeitern jährlich etwa 160.000 Tonnen Schmiede- und Fließpressteile aus Stahl. In Deutschland gibt es drei Tochterwerke: in Marksuhl bei Eisenach die Hirschvogel Aluminium GmbH, die anspruchsvolle Fahrwerkskomponenten aus hochwertigen Aluminium-Werkstoffen herstellt. In Marksuhl produziert auch eine weitere Stahlschmiede, die Hirschvogel Eisenach GmbH. In Schongau verarbeitet die Hirschvogel Komponenten GmbH mit nahezu 600 Mitarbeitern die Stahl- und Aluminium-Umformteile zu einbaufertigen Komponenten.

Daneben ist die Gruppe in den USA aktiv: In Columbus/Ohio fertigt die Hirschvogel Incorporated Warm- und Kaltfließpressteile sowie einbaufertige Komponenten für den amerikanischen Markt. Vor drei Jahren wurde in Pinghu in der Nähe von Shanghai die Hirschvogel Automotive Components gegründet: Hier werden neben Umformteilen Fertigteile für die chinesische Automobilindustrie hergestellt. Darüber hinaus hält die Hirschvogel Umformtechnik GmbH eine Beteiligung von 49 % an dem brasilianischen Umformtechnik-Unternehmen MAHLE HIRSCHVOGEL FORJAS S.A., um das Hirschvogel-Know-how für den südamerikanischen Markt einzusetzen.

Aktualisiert:  09.02.2012