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Claudia Bieberstein
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Pressemitteilung

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Hirschvogel fördert BA-Studium und Besuch der Berufsakademie

Dem zunehmenden Fach- und Führungskräftemangel begegnet die Hirschvogel Automotive Group in ihren Werken in Denklingen, Schongau und Marksuhl/Thüringen mit gezielten Maßnahmen. Ein Weg, den man auch in den nächsten Jahren verstärkt weiter gehen wird, ist die Erstausbildung junger Menschen. In Denklingen wurde im Frühjahr ein neues Ausbildungszentrum für rund 160 Auszubildende in elf Berufen eingeweiht. In Marksuhl werden derzeit 24 junge Menschen in den verschiedensten technischen und kaufmännischen Berufen ausgebildet. Mit der Förderung von BA- und Berufsakademie-Studenten will Hirschvogel aber auch gezielt den Führungskräftenachwuchs im Unternehmen sichern.

Seit 2002 studieren an der Berufsakademie Thüringen in Eisenach (BA) - auf der Grundlage einer Ausbildungsvereinbarung zwischen dem Studenten und dem Unternehmen – zukünftige Fach- und Führungskräfte der Hirschvogel Aluminium GmbH und der Hirschvogel Eisenach GmbH. Die Berufsakademie besteht seit 1999 an den Standorten Eisenach und Gera. Inzwischen gibt es in der Fachrichtung Engineering, Konstruktion, Technisches Management, Produktionstechnik, Mechatronik und Kunststofftechnik über 100 Studenten. Einschließlich der Studienrichtungen Wirtschaft und Informatik sind über 700 Studenten in Eisenach.

Bereits zum zweiten Mal wird ein Student der Firma Hirschvogel erfolgreich sein Studium an der Berufsakademie Thüringen abschließen. Holger Beyersdorfer hat seinen Anstellungsvertrag bereits unterschrieben und wird den Bereich Konstruktion der Hirschvogel Eisenach GmbH ab 1. Oktober 2008 verstärken.

Durch drei Praxisarbeiten, zwei Studienarbeiten und die Diplomarbeit hat Holger Beyersdorfer bereits Erfahrung mit konkreten, aktuellen, betrieblichen Konstruktionsaufgaben gesammelt. Die Praxis- und Studienarbeiten befassten sich mit der Konstruktion und Auslegung von Werkzeugen auf Basis von Pro/E. In seiner Diplomarbeit beschäftigte sich der angehende Konstrukteur mit der Technologie und Konstruktion von Werkzeugen für die Hirschvogel Aluminium GmbH. „Ich freue mich, dass im Ergebnis dieser Arbeiten schon mehrere Werkzeuge für die verschiedenen Anwendungen erfolgreich im Produktionseinsatz sind und weitere folgen,“ so der Absolvent der Berufsakademie.

Durch die Übernahme von konkreten betrieblichen Aufgaben durch den Studenten während der Studienzeit ist ein gleitender Übergang vom Studenten zum Konstrukteur gegeben. „Hier zeigt sich ein wesentlicher Vorteil dieser Ausbildung“, betont Dr. Felix Schmieder, Geschäftsführer der Hirschvogel-Werke in Marksuhl.

Ab dem Ausbildungsjahr 2008 werden insgesamt 27 Auszubildende - davon vier BA-Studenten – am Standort Marksuhl lernen. Die BA-Studenten kommen in den Bereichen Produktion (Studienrichtung Produktionstechnik), Technische Leitung (Studienrichtung Technisches Management) und Konstruktion (Studienrichtung Konstruktion) zum Einsatz. Die Erstausbildung im Rahmen der Berufsakademie Eisenach wird damit ein wichtiger Bestandteil im Rahmen der Personalentwicklung am Hirschvogel-Standort Marksuhl.

Kooperation mit der FH Erding im Schongauer Land

Ab dem Wintersemester 2008 haben die vier Abiturienten Jessica Schwarz, Anna Maria Staller, Stefan Frömmrich und Roland Ruf ein Verbundstudium bei der Hirschvogel Umformtechnik GmbH begonnen. Neben dem Bachelor-Studium „Wirtschaft & Technik“ erwerben sie zusätzlich im Ausbildungsberuf Mechatroniker ihren Facharbeiterbrief.

In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Erding und zwei anderen Firmen wurde der Studiengang Wirtschaft & Technik entwickelt, der dem international anerkannten Abschluss „Bachelor of Arts (B.A.)“ entspricht.

Der neue Studiengang verknüpft Theorie und Praxis, denn Wirtschaft und Technik werden im Verhältnis 3:1 gelehrt. Die meiste Zeit verbringen die Studierenden im Unternehmen. Hier werden sie von Anfang an in die betriebliche Praxis eingebunden. Gegen Ende des Studiums bearbeiten die Studenten Themen aus ihrem beruflichen Umfeld für die Bachelor-Arbeit. „Dieses Studienkonzept bietet uns die Möglichkeit, den Bedarf an Führungsnachwuchs frühzeitig nach unseren spezifischen Bedürfnissen auszubilden“, erläutert Michael Dahme, Geschäftsführer Verfahrensentwicklung/Organisation der Hirschvogel Umformtechnik GmbH. Ein Arbeitsplatz nach dem Studium ist dem Absolventen deshalb bei der Hirschvogel Umformtechnik GmbH so gut wie sicher.
Im Rahmen dieses Ausbildungskonzepts erhalten alle Teilnehmer eine Vergütung, die mit einem Ausbildungsgehalt vergleichbar ist. Die Studienkosten werden zu einem wesentlichen Teil von Hirschvogel getragen.

Die Studierenden selbst zahlen für das Bachelor-Studium auch ihren Preis: Semesterferien gibt es so gut wie nicht; die Urlaubsregelung orientiert sich am Studienvertrag. Der Studiengang steht Schulabgängern mit Abitur oder mit einem vergleichbaren Abschluss offen. Grundsätzlich erleichtert die Belegung von Leistungskursen in den naturwissenschaftlichen Fächern den Zugang sowie das Studium für die Abiturienten. Die Vorauswahl der Studienteilnehmer wird entsprechend geprüft. Wer die formalen Eingangsvoraussetzungen erfüllt, muss sich einem Auswahlverfahren unterziehen. Hinzu kommt ein intensives persönliches Gespräch. Selbstverständlich steht auch den eigenen Mitarbeitern, bei geeigneter Qualifikation, dieser Studiengang offen.

Zusätzlich zum Studium wird die IHK-Prüfung zum Facharbeiter abgelegt. Hierbei ist die tatkräftige Unterstützung von Seiten der IHK hilfreich. Die IHK lässt die Studenten zur Facharbeiterprüfung zu, da sie die Kooperationsunternehmen als traditionell erfolgreiche Ausbildungsbetriebe kennt. Sie stellt sicher, dass die internen Möglichkeiten der Firmen denen der regulären Berufsausbildung entsprechen, um die Qualitätsaussage eines Facharbeiterbriefs zu gewährleisten.

Die Hirschvogel Automotive Group

Die Hirschvogel Automotive Group zählt zu den erfolgreichsten Herstellern von massivumgeformten Bauteilen aus Stahl und Aluminium. Nahezu 3.000 Mitarbeiter stellen in sechs Werken weltweit Umformteile und Komponenten für die Automobilindustrie und ihre Systemlieferanten her. Der konsolidierte Jahresumsatz 2007 lag bei 525 Mio. Euro bei einem Ausstoß von 210.000 Tonnen Umformteilen.

Das Hauptwerk der Hirschvogel Automotive Group, die Hirschvogel Umformtechnik GmbH in Denklingen, fertigt mit über 1.700 Mitarbeitern jährlich etwa 160.000 Tonnen Schmiede- und Fließpressteile aus Stahl. In Deutschland gibt es drei Tochterwerke: in Marksuhl bei Eisenach die Hirschvogel Aluminium GmbH, die anspruchsvolle Fahrwerkskomponenten aus hochwertigen Aluminium-Werkstoffen herstellt. In Marksuhl produziert auch eine weitere Stahlschmiede, die Hirschvogel Eisenach GmbH. In Schongau verarbeitet die Hirschvogel Komponenten GmbH mit nahezu 600 Mitarbeitern die Stahl- und Aluminium-Umformteile zu einbaufertigen Komponenten.

Daneben ist die Gruppe in den USA aktiv: In Columbus/Ohio fertigt die Hirschvogel Incorporated Warm- und Kaltfließpressteile sowie einbaufertige Komponenten für den amerikanischen Markt. Vor drei Jahren wurde in Pinghu in der Nähe von Shanghai die Hirschvogel Automotive Components gegründet: Hier werden neben Umformteilen Fertigteile für die chinesische Automobilindustrie hergestellt. Darüber hinaus hält die Hirschvogel Umformtechnik GmbH eine Beteiligung von 49 % an dem brasilianischen Umformtechnik-Unternehmen MAHLE HIRSCHVOGEL FORJAS S.A., um das Hirschvogel-Know-how für den südamerikanischen Markt einzusetzen.

Aktualisiert:  09.02.2012